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Horror / Mystery / Thriller | | Regie | | Scott Derrickson ... | | Buch | | C. Robert Cargill ... | | Joe Hill ... | | Scott Derrickson ... | | Darsteller | | Ethan Hawke ... The Grabber | | Jeremy Davies ... | | Madeleine McGraw ... | | [noch 4 weitere Einträge] | | | | Agent |
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KarlOtto |
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| Wertungen | | 48 |
| Durchschnitt | | |
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Nächste TV-Ausstahlung: 25.10.2026, 00:40 Uhr, SAT.1
DVD-Erscheinungstermin: 08.09.2022
Start in den deutschen Kinos: 23.06.2022
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Die Verfilmung einer Kurzgeschichte von Joe Hill, seines Zeichens Sohn des Kultautors Stephen King, hat mir vor allem zu Beginn extrem gut gefallen. Die dichte Atmosphäre des perfekt eingefangenen Siebziger-Retrolooks, die überraschend real wirkenden Gewaltausbrüche zwischen den Schüler*innen und auch des alkoholkranken Vaters von Finn, die ersten aufkeimenden Gefühle zu einer Klassenkameradin, der Zusammenhalt der Jugendlichen auch angesichts des über allem schwebenden großen Unheils in Form des "Greifers" – ich hätte mir ehrlich gesagt mehr von diesem interessanten Setup gewünscht. Als Coming-of-Age-Drama hätte da etwas Großes entstehen können. Sobald der Protagonist entführt wird, spielt sich das Hauptgeschehen jedoch als eine Art Kammerspiel im dunklen Kellerraum ab und der reale Horror der Situation verliert insbesondere durch das übernatürliche Element des Telefons, das sich schon extrem nach Stephen King anfühlt, für mich persönlich leider an Wirkung. Nicht falsch verstehen: Spannend bleibt der Mystery-Thriller durchaus und Ethan Hawke gibt einen wirklich fiesen maskierten Psychopathen ab (dem es höchstens etwas an Hintergrund mangelt), doch es schleichen sich auch einige Hänger ein und umgehauen haben mich die mit paranormaler Unterstützung durchgeführten Fluchtversuche irgendwie nicht. Die punktuell gesetzten Jump Scares sitzen durchaus und am Ende wird alles schön zusammen geführt, daher bleibt der Kidnapper-Film durchweg sehenswert. Mason Thames und vor allem auch Madeleine McGraw als seine kleine Schwester Gwen zeigen tolle Leistungen als Jungdarsteller*innen, wobei ich die zweite paranormale Ebene mit Gwens Träumen als auch den Nebenstrang um Privatschnüffler Max als leicht überflüssig bzw. nicht elegant mit dem Hauptplot verbunden ansehe. Alles in allem gelingt der Genre-Spagat in "The Black Phone" nicht perfekt, aber die unverkennbaren Qualitäten, insbesondere die thematische Schwere und die äußerst stimmige Inszenierung, machen ihn trotzdem sehenswert. Es kommt hier sehr stark auf persönliche Präferenzen an, welcher Teil der beklemmenden Story einem besser gefällt, daher am besten selbst eine Meinung bilden.