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 | One Battle After Another (2025) | | Kommentar von Colonel 21.01.2026 14:46 Uhr | Anderson fährt in „One Battle after Another“ kinematografisch groß auf: Kamera, Sets und Dialoge sind herausragend und tragen die komplexe Geschichte mit beeindruckender Souveränität. Die Bildsprache ist ein Gedicht, die Protagonisten werden präzise in Szene gesetzt, was den Film trotz seiner Überfrachtung lange trägt. Der Score wirkt allerdings oft wie nerviges Gedudel.
Die Geschichte orientiert sich erschreckend authentisch an aktuellen Geschehnissen in den USA. Gesellschaftlich wie politisch entwirft der Film ein Bild von anarchischen Zuständen mit ICE‑ähnlichen Detention Centern, Straßenschlachten und Milizen, was vielen Szenen eine unangenehme Dringlichkeit verleiht.
Mit DiCaprio liefert Anderson in der Figur eines abgehalfterten Revoluzzers eine sehr sympathische Hauptfigur, mit der man gern mitfiebert, während Sean Penn in seiner Rolle als faschistischer Colonel für mich teils ins Overacting abdriftet. Bei all den Qualitäten der Geschichte ist es dann ausgerechnet diese, die dem Film im Weg steht: Bei 162 Minuten verzettelt sich Anderson zu sehr in Nebensträngen, sodass der Film zwischen Momenten, die nach Meisterwerk klingen, und Passagen, die „nur“ solide unterhalten, schwankt. Mit mehr Fokus auf seine Kernerzählung hätte es vielleicht der ganz große Wurf werden können. | |
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 | Dead of Winter - Eisige Stille (2025) | | Kommentar von Libra97 20.01.2026 23:30 Uhr | | Skål, Karl! Naja… selbst eine Emma Thompson vor verschneiter Kulisse kann einen dünnen Plot mit vorhersehbarer Struktur wenig Dialog zu weit offenen Spannungsbögen und klischeehaften Figuren nicht an die Wand spielen. Die Musik tat ihr übriges. 6/10 bei gutem Willen. | |
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 | Benedetta (2021) | | Kommentar von Beethoven 19.01.2026 20:48 Uhr | | Geschichtsdrama, das uns die Verlogenheit der Kirche vor Augen führt. Vor 400 Jahren übten zwei Novizinnen lesbische Liebe aus. Die katholische Kirche hat ein großes Ding draus gemacht, öffentlich Anlage erhoben, gefoltert und die Beteiligte auf den Scheiterhaufen geschickt. Das ist die Praxis für Frauen. So sieht die Praxis für Männer aus: Da gibt es bis in unsere Tage Priester, die sich an Knaben vergehen. Keine öffentliche Anklage, kein Scheiterhaufen, nein das kehrt man unter den Tisch. Erkenne den Unterschied | |
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 | The Rip (2026) | | Kommentar von Spreewurm 19.01.2026 00:22 Uhr | VÖ: 16.1.26: Netflix
IMDb: 6,9
https://www.imdb.com/title/tt32642706/ | |
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 | Meine Stunden mit Leo (2022) | | Kommentar von Colonel 18.01.2026 18:51 Uhr | Die gealterte ehemalige Religionslehrerin Nancy bucht einen Callboy, weil sie das Gefühl hat, im Leben etwas verpasst zu haben und nun den Wunsch verspürt, dies nachzuholen. Zugegeben: Der Plot allein hat mich zunächst wenig interessiert. Die vielen guten Kritiken und hohen Wertungen machten dann aber doch neugierig.
Und tatsächlich ist „Meine Stunden mit Leo“ mehr als ein Film über (verpassten) Sex. Nach einer zähen ersten Hälfte, in der Nancy Leo mit ihren Unzufriedenheiten und Selbstzweifeln überhäuft, beginnt dieser stark dialoglastige Film, seine Figuren zunehmend freizulegen. Er wird intimer – nicht unbedingt körperlich, sondern vor allem im Hinblick auf Sehnsüchte, Verletzlichkeiten und persönliche Geheimnisse.
Vieles ist offensichtlich, noch mehr bleibt zwischen den Zeilen und eröffnet Raum für Interpretation. So erschließt sich nach und nach, warum beide Figuren genau an diesem Punkt in ihrem Leben stehen. Was man daraus liest, bleibt dem Zuschauer selbst überlassen.
„Meine Stunden mit Leo“ ist damit weit mehr als ein flüchtiges Sexdate. Der Film funktioniert beinahe als Psychogramm und als sensibles Aufeinandertreffen zweier Generationen. | |
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 | James Bond 007: Keine Zeit zu sterben (2021) | | Kommentar von Fox 17.01.2026 11:34 Uhr | | Der beste Bond der Craig-Reihe, was leider gar nichts heißt. Immerhin war der Anfang nicht schlecht (die Intro war sogar Bond-Durchschnitt), und es gab ein paar Pflicht-Erinnerer an gute Filme des Franchise. Nach dem Anfang empfehle ich wie bei allen Craig-Bonds: abschalten oder höchstens im Schnelldurchlauf kurz überfliegen. | |
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