 | The Rip (2026) | | (NEU) Kommentar von Colonel 30.01.2026 14:45 Uhr | Matt Damon und Ben Affleck schmeißen hier ihre gewohnt gute Buddy-Chemie in dieses Netflix-Produkt. Die beiden tragen die etwas holprig erzählte Geschichte um korrupte Drogenpolizisten enorm und geben der Produktion das gewisse Extra.
Der Start gestaltet sich allerdings schwierig: Man wird als Zuschauer direkt in ein Verhör geschmissen, ohne die Umstände oder die Protagonisten zu kennen. Irgendwas mit einem Polizistenmord, verstecktem Drogengeld und heimlichen Affären. Auch danach bleibt lange unklar, wem man hier eigentlich trauen kann.
Genau darauf fußt jedoch „The Rip“, denn Joe Carnahan mischt klassische Cop-Thriller-Elemente mit Whodunit-Motiven. Die eingebauten Wendungen funktionieren größtenteils gut, auch wenn sie gelegentlich etwas zu sehr nach Drehbuch-Handschrift riechen und manche falschen Fährten weniger clever als kalkuliert wirken.
Einzelne Szenen, etwa die im Panzerwagen, bleiben mit ihrer intensiven Spannung, getragen von drückendem Score und schmaler Beleuchtung, nachhaltig im Gedächtnis. Generell gelingt es Carnahan, die eskalierende Anspannung mithilfe von Musik und Licht wirkungsvoll auf den Zuschauer zu übertragen. Nur eben insgesamt runder erzählt hätte der Film gerne sein dürfen. | |
| | |  | The Midnight Sky (2020) | | Kommentar von Melkor 29.01.2026 21:26 Uhr | Ohne zu spoilern: Physikalisch der schlechteste Film den ich je gesehen habe.
… oder ich habe den Film missverstanden, falls versucht wurde, die meist möglichen Logikfehler einzubauen | |
| | | | | | |  | |  | Sie glauben an Engel, Herr Drowak? (2025) | | Kommentar von Libra97 27.01.2026 23:09 Uhr | | Möchtegern Kafka beschallt das literarische Wuppertal-Chorweiler. Wieso und weshalb bleibt der Film einem fast noch schuldig. Immerhin eine niedliche Ratte rahmt flauschig die schwarz weiß mit einigen wenigen Farbakzenten gefasste verrückte Handlung aus der Sicht eines kunstschaffenden Dokumentarfilmers. Trotz aller Negativität hats beinah „leider“ für ein paar Lacher gereicht und war doch auch bildgewaltig und regt zum Darübersprechen an, verwirrt aber trotzdem nachhaltig. | |
| | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |  | 28 Years Later (2025) | | Kommentar von Colonel 27.01.2026 14:22 Uhr | Ich falle mal direkt mit der Tür ins Haus: Was für ein bescheidenes Skript! Und dabei ist Alex Garland, sonst einer meiner Lieblingsschreiber, hauptverantwortlich für diese Niederschrift gewesen. Vieles wirkt hier nicht ausgereift, wenig durchdacht und ohne erkennbare thematische Tiefe.
Im ersten Part fehlt jegliche emotionale Grundlage für die Vater-Sohn-Beziehung, da man über die Figuren zu wenig weiß und das Worldbuilding kläglich und fragwürdig bleibt. Man bekommt nur einen winzigen, willkürlich gewählten Ausschnitt der Welt 28 Jahre nach dem Ausbruch des Wutvirus zu sehen. In dieser Welt wird das Vereinigte Königreich also seit Jahrzehnten als infizierte Insel vom Rest der Welt einfach so geduldet?! Lächerlich.
Fragwürdige Entscheidungen der Figuren ziehen sich wie ein roter Faden durch den gesamten Film. Statt einer glaubhaft weitergedachten Welt bekommt man Wälder, Wiesen, blutdurstige Infizierte und computerspielhaft neue Zombiespezies. Dazu passt die comichafte Figur des Dr. Kelson mit seinem dekorativen Knochenschrein – Authentizität adé.
Da kann auch Danny Boyle, sonst einer meiner meistgeschätzten Regisseure, nicht viel dran ändern.
Fazit: „28 Years Later“ ist wieder mal so ein Beispiel, bei dem man sich fragt, was die Autoren 22 Jahre lang gemacht haben?! Da mittlerweile schon die Fortsetzung der Fortsetzung in den Kinos läuft, drängt sich der Eindruck auf, dass „28 Years Later“ nur als Vorspiel für die weitere Verwurstung der „28“-Reihe gedacht war. | |
| | |  | Drachenzähmen leicht gemacht 3D (2025) | | Kommentar von Colonel 27.01.2026 14:16 Uhr | Disney hat es vorgemacht, DreamWorks zieht nach. Mit der Live-Action-Adaption seines Animationsklassikers von 2010 ist DreamWorks eine charmante Neuinterpretation gelungen. Die Geschichte bleibt weitgehend treu, wird jedoch durch einige moderne Anpassungen zeitgemäß weiterentwickelt. Die Charaktere sind lebendig und überzeugend dargestellt, und auch der Humor kommt nicht zu kurz, was den Film besonders für jüngere Zuschauer sehr unterhaltsam macht.
Die visuellen Effekte sind größtenteils beeindruckend, auch wenn man hier und da merkt, dass vieles im Studio entstanden ist. Die emotionale Tiefe rund um Themen wie Anderssein und Zusammenhalt, mit der bereits das Animationsoriginal überzeugen konnte, wird erneut gut getroffen und sorgt für einige wirklich bewegende Momente.
Insgesamt ist der Film ein gelungener Familienabenteuerfilm, der sowohl für Erwachsene als auch für Kinder viel zu bieten hat. | |
| | |  | Checker Tobi 3: Die heimliche Herrscherin der Erde (2026) | | Kommentar von Colonel 27.01.2026 14:15 Uhr | "Cool, abgefahren, verrückt, irre" – während man sich durch den gewohnten Dschungel von Tobis expressiven Ausdrücken schlägt, nimmt uns Tobi Krell in seinem dritten Kinoabenteuer erneut mit auf eine bildgewaltige Weltreise. Die Stopps sind dieses Mal spektakulär gewählt: Von der Artenvielfalt Madagaskars geht es über das eisige Spitzbergen bis zu den historischen Stätten Mexikos.
Wie Tobi die komplexen Zusammenhänge unseres Planeten erklärt, ist wie gewohnt seine große Stärke – mitreißend, auf Augenhöhe und enorm lehrreich. Positiv fällt dabei auf, dass der Film auf die sprichwörtliche „Moralkeule“ verzichtet, wenn es um menschgemachte Umweltprobleme geht, was dem Unterhaltungswert sehr guttut.
Weniger gelungen ist jedoch der Versuch, die drei dokumentarischen Episoden als einen zusammenhängenden Spielfilm zu verkaufen. Die Rahmenhandlung wirkt leider sehr gewollt zusammengeschnürt, um die Reiseziele logisch zu verbinden. Auch die Auflösung des zentralen Rätsels um die „heimliche Herrscherin der Erde“ ist recht abstrakt und für das Publikum ehrlicherweise schwer zu erraten.
Fazit: Trotz der narrativen Schwächen bleibt Checker Tobi 3 ein pädagogisch wertvolles Stück Kinderkino. Es ist einer dieser seltenen Filme, bei denen man auch als Erwachsener mit reinem Gewissen und echtem Interesse neben den Kleinen im Kino sitzt. | |
| | |  | F1 - Der Film (2025) | | Kommentar von Colonel 26.01.2026 11:18 Uhr | Von wegen „Alles hat seine Zeit“. Für den ganz großen Triumph ist man nie zu alt! Joseph Kosinskis F1 liefert genau diese zeitlose Botschaft und präsentiert sich als packende Sportgeschichte in der besten Tradition von Top Gun: Maverick, Rocky Balboa oder Creed. Es ist die klassische, aber immer wieder wirkungsvolle Saga vom alten Hasen, der es der Welt - und vor allem sich selbst - noch einmal beweisen will.
Getragen wird dieses PS-Spektakel von einem bestens aufgelegten Brad Pitt. Er besitzt eine wahnsinnige Ausstrahlung und bildet mit seinem jungen Rennpartner ein fantastisches Duo, dessen Chemie die Leinwand förmlich zum Glühen bringt. Handwerklich ist das ganz großes Kino: Die Produktion ist astrein, die Rennen sind atemberaubend spannend in Szene gesetzt. Das ist schnell, das fetzt, und der treibende Score von Hans Zimmer sorgt für den nötigen emotionalen und akustischen Druck. Die Erzählweise ist dabei clever genug, um auch abseits der Rennstrecke zu fesseln.
Abzüge in der B-Note gibt es lediglich für die (mal wieder) etwas zu üppige Laufzeit, die das ansonsten rasante Pacing hier und da aus dem Tritt bringt. Zudem schleichen sich einige unauthentische Momente ein, die eher an die Rempelei eines NASCAR-Rennens erinnern als an die chirurgische Präzision der Formel 1. Doch das verzeiht man gerne, denn im Kern ist F1 eine gelungene Story über eine tiefe Männerfreundschaft geworden – eine Beziehung, die nicht immer smooth verläuft, dafür aber umso ehrlicher und langlebiger wirkt.
Fazit:
In bester Formel-1-Manier röhrt Kosinski das Ding auf Kinohochtouren. Er schenkt uns einen spannenden Feel-Good-Film über gebrochene Helden, die wie Phönix aus der Asche aufsteigen und beweisen, dass wahre Klasse kein Verfallsdatum kennt. | |
| | |  | Dolly (2025) | | Kommentar von KarlOtto 26.01.2026 10:43 Uhr | https://www.imdb.com/de/title/tt32639175/
https://www.ofdb.de/film/396951,Dolly/ | |
| | |  | The Holy Boy (2025) | | Kommentar von KarlOtto 26.01.2026 10:40 Uhr | https://www.imdb.com/de/title/tt33382323/
https://www.ofdb.de/film/396158,The-Holy-Boy/ | |
| | | | | |  | Crazy Old Lady (2025) | | Kommentar von KarlOtto 26.01.2026 10:33 Uhr | https://www.imdb.com/de/title/tt31613162/
https://www.ofdb.de/film/397429,Crazy-Old-Lady/ | |
| | |  | Auch die Engel essen Bohnen (1973) | | Kommentar von mountie 26.01.2026 00:13 Uhr | Ich empfand diesen Film nicht ganz als die Voll-Katastrophe, so wie ihn viele Spencer-Fans sehen, aber es gibt definitiv Gründe warum diese Produktion nicht, wie all die anderen Spencer/Hill-Filme, in der Dauerrotation im Fernsehen lief.
Erstens einmal der Austausch von Terence Hill mit Giuliano Gemma. Da Hill wohl nicht zur Verfügung stand, wollte man einen adäquaten Ersatz präsentieren, und auch wenn diese Rolle selbst mit Hill nicht richtig funktioniert hätte, so darf Gemma in jeder Szene nur eine schlechte Hill-Parodie abliefern. Zweitens dreht sich die Story diesmal nicht wie gewohnt um ein paar liebenswerte Schlitzohren mit Herzen aus Gold, sondern ist deutlich ernster angelegt. Natürlich gibt die eine oder andere Synchron-Perle wieder Grund zum schmunzeln, aber der übliche Spencer/Hill-Humor wird hier schmerzlich vermisst. Als letzten Punkt führe ich noch, man mag es kaum glauben, die nicht vorhandene Story an. Sind die Filme von Spencer/Hill zwar auch keine Shakespeare-Dramen, so haben sie doch meist eine simple, aber durchgehende Handlung. Dieser Film hat dies eher nicht, sondern plätschert bis zur Schlußkeilerei nur belanglos dahin.
Keine Voll-Katastrophe ist der Film deswegen, weil Bud Spencer immer noch wie ein Fels in der Flop-Brandung steht, und seine bewährte Art des leicht genervten Hau-Draufs souverän runterspielt. Da kracht es ordentlich bei den Hieben, und als Gegenstück zum zappelnden Gemma funktioniert Spencer immer noch gut.
Keine Perle in der Filmografie von Bud Spencer, aber immerhin noch ordentlich, wenn man bedenkt das es sich hier um einen italienischen Spaß-Film aus den 70er Jahren handelt. Deutlich hinter den Klassikern des Duos Spencer/Hill angesiedelt, gibt es zwar keine Empfehlung, aber auch kein großes Warnschild mit der Aufschrift "Finger weg!" | |
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