Der 10-jährige Samuel steht kurz vor dem Wechsel auf die weiterführende Schule. In einem Jahr voller Veränderungen schreibt er seine Träumereien, Gefühle und Probleme in ein Tagebuch – vor allem seine Gedanken an "die große Julie", in die er verliebt ist...
Die 21-teilige französische Coming-of-Age-Animationsserie "Samuel" besteht überwiegend aus Episoden mit einer Laufzeit von etwa 4-5 Minuten und wurde bei ARTE zu einer Langfassung zusammengeschnitten. Anhand von Samuels Tagebucheinträgen erleben wir viele kleine Alltagsgeschichten aus seinem Leben. Es geht um Freundschaften, Ängste, die Wirren der ersten Liebe und vieles mehr. Dass eine einzige Sprecherin allen Figuren ihre Stimme leiht, mag zunächst ebenso irritieren wie der minimalistisch gehaltene, fast schon skizzenhafte bis krakelige Schwarz-Weiß-Zeichenstil mit seinen wabernden Linien. Doch Samuels emotionale Welt wird einem mit so viel Wärme, Genauigkeit, Humor und einer Prise Melancholie näher gebracht, dass der Junge einem schnell ans Herz wächst. Am Ende möchte man unbedingt wissen, wie es mit ihm und seinem Umfeld weitergeht. Besonders gefallen hat mir der Einsatz von Musik und kleinen Tanzeinlagen, unpassend fand ich hingegen die eingefügten Realfilmaufnahmen (kommen zum Glück nur zweimal kurz zum Einsatz) und dass die Tagebucheinträge nicht nur zu hören sind, sondern zusätzlich in geschriebener Form eingeblendet werden. Unterm Strich vermag es die einfache, aber unverwechselbare Optik, das turbulente Gefühlsleben des Protagonisten erstaunlich ausdrucksstark einzufangen. Auch wenn man merkt, dass es sich um viele kurze Serienfolgen handelt, kann ich diese vielschichtige Auseinandersetzung mit der Lebensphase zwischen Kindheit und Jugend absolut empfehlen. Interesse? Dann einfach bei YouTube nach "samuel arte" suchen – dort gibt es eine Playlist mit sämtlichen Folgen und auch der Langfassung!
"Ich finde, ich werde nicht genug beachtet. Ich bin nicht egoistisch, aber ein Kind. Man muss sich um mich kümmern, sonst könnte ich sterben."
Die 21-teilige französische Coming-of-Age-Animationsserie "Samuel" besteht überwiegend aus Episoden mit einer Laufzeit von etwa 4-5 Minuten und wurde bei ARTE zu einer Langfassung zusammengeschnitten. Anhand von Samuels Tagebucheinträgen erleben wir viele kleine Alltagsgeschichten aus seinem Leben. Es geht um Freundschaften, Ängste, die Wirren der ersten Liebe und vieles mehr. Dass eine einzige Sprecherin allen Figuren ihre Stimme leiht, mag zunächst ebenso irritieren wie der minimalistisch gehaltene, fast schon skizzenhafte bis krakelige Schwarz-Weiß-Zeichenstil mit seinen wabernden Linien. Doch Samuels emotionale Welt wird einem mit so viel Wärme, Genauigkeit, Humor und einer Prise Melancholie näher gebracht, dass der Junge einem schnell ans Herz wächst. Am Ende möchte man unbedingt wissen, wie es mit ihm und seinem Umfeld weitergeht. Besonders gefallen hat mir der Einsatz von Musik und kleinen Tanzeinlagen, unpassend fand ich hingegen die eingefügten Realfilmaufnahmen (kommen zum Glück nur zweimal kurz zum Einsatz) und dass die Tagebucheinträge nicht nur zu hören sind, sondern zusätzlich in geschriebener Form eingeblendet werden. Unterm Strich vermag es die einfache, aber unverwechselbare Optik, das turbulente Gefühlsleben des Protagonisten erstaunlich ausdrucksstark einzufangen. Auch wenn man merkt, dass es sich um viele kurze Serienfolgen handelt, kann ich diese vielschichtige Auseinandersetzung mit der Lebensphase zwischen Kindheit und Jugend absolut empfehlen. Interesse? Dann einfach bei YouTube nach "samuel arte" suchen – dort gibt es eine Playlist mit sämtlichen Folgen und auch der Langfassung!
"Ich finde, ich werde nicht genug beachtet. Ich bin nicht egoistisch, aber ein Kind. Man muss sich um mich kümmern, sonst könnte ich sterben."