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A Time to Kill (US 1996)

Die Jury (DE 1996)


Genre      Drama
Regie    Joel Schumacher ... 
Buch    John Grisham ... (Novel)
Produktion    John Grisham ... 
Darsteller    Ashley Judd ... Carla Brigance
Charles Dutton ... Sheriff Ozzie Walls
Chris Cooper ... Deputy Dwayne Powell Looney
Donald Sutherland ... Lucien Wilbanks
[noch 13 weitere Einträge]
 
Agent trendsetter
 
Wertungen428
Durchschnitt
7.52 
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DVD-Erscheinungstermin:
27.05.2005



9 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

mountie
10.02.2025 00:33 Uhr
Verfilmungen von John Grisham Romanen können ja zuweilen etwas langwierig ausfallen, doch auch wenn "Die Jury" eine beachtliche Laufzeit von 2 1/2 Stunden aufweist, füllt er seine Geschichte mit genug Stoff um durchgänig zu unterhalten.
Ob man dazu tatsächlich 150 Minuten gebraucht hätte, um das Gerichtsdrama über die Rechtsprechung eines Selbstjustiz-Falles, zu erzählen, sei aber mal dahingestellt. Hier dreht man sich doch irgendwann immer mehr im Kreis, und irgendwann war der Punkt erreícht, wo einfach dem Thema nichts mehr Neues hinzugefügt wurde. Allerdings hält das sehr beachtliche Cast, mit vielen bekannten Gesichtern, die Geschichte durchgänig am laufen, und gerade Herr McConaughey darf mit einem grandiosen Schlußplädoyer nochmal einen emotionalen Schlußpunkt setzen.
Von der Thematik her ist aber leider wenig Differenzierung vorhanden, und der Zuschauer wird schon sehr in eine bestimmte Richtung gelenkt, was für mich etwas Potenzial verschenkt, ein noch interessanteres Gerichts-Drama zu schaffen, wenn die Verhältnisse nicht ganz so eindeutig konstruiert gewesen wären.
"Die Jury" bleibt dennoch ein unterhaltsamer Thriller, der zwar Sitzfleisch verlangt, jedoch seine Laufzeit gut zu nutzen weiß. Eine sehr solide Darsteller-Riege läßt keine Wünsche offen, jedoch mehr als einmal würde ich diesen Film auch nicht ansehen müssen. Er ist absolut gut für einen spannenden Abend, aber ein Film zum immer wieder sehen sieht für mich anders aus. Dafür wirkt er doch zu konstruiert und eher überraschungsarm....
Marjan
25.10.2008 01:18 Uhr / Wertung: 8
SPOILERWARNUNG

ja, aber ist das nicht Grishams intention gewesen? er als frustrierter jurist schreibt gerne über rechtliche unmöglichkeiten und unmoral, die im amerikanischen rechtssystem vorkommen können. neben diesem film, der mutwilligen doppelmord zeigt, den täter aber freispricht, fällt mir spontan noch Das Urteil (angehörige von tabakopfern klagen gegen die konzerne) und Der Regenmacher (der weg zum erfolg macht den junganwalt in seinen augen zu seinem schlimmsten "vorbild") ein. dazu kommen noch viele nebenplots wie (un-)sinn von geschworenenprozessen, sich endlos hinziehende prozesse wegen immer neuer eingaben und papierkrieg, erfolgsbasierte honorare, leumund von zeugen als beleg ihrer fachkompetenz und die wichtigkeit eines vergleichs um als anwalt überhaupt verdienen zu können.

die frage ist allerdings erlaubt, ob Schumacher Carl Lees freispruch hinterfragt oder ob er ihn als einzig richtige entscheidung darstellt. letzteres ist wohl eher der fall.
janssen
24.10.2008 17:31 Uhr - Letzte Änderung: 24.10.2008 um 17:31
@deedia - stimme ebenfalls zu.
ich kann diese frage, die immer als erstes kommt, wenn es ums thema todesstrafe geht, "hast du kinder?" nicht mehr hören.
wonderwalt
05.01.2008 11:36 Uhr / Wertung: 4
@deedia: Genau meine Meinung!
deedia
05.01.2008 10:30 Uhr
SPOILER: Der Film ist nicht nur schlecht sondern auch unmoralisch. Ein Mörder der den Mord von Anfang an gesteht kommt am Schluss frei. Selbstjustiz ist anscheinend verständlich wenn man vorher das Opfer eines verbrechen ist. Rein zufällig ist der getötete ein Rechtsextremer und der Mörder wird von schwarzen Bürgerrechtlern unterstützt und sein Anwalt ist deshalb gut weil er sich schämt ein weißer zu sein und isst aus Solidarität in einem Restaurant für Schwarze. Also ich finde den Film obendrein rassistisch.
thomasf80
30.07.2006 03:09 Uhr / Wertung: 10
meistens sind die Bücher besser als dessen Verfilmungen. Deshalb hatte ich keine allzu grossen Erwartungen an diesen Film. Meine bisherige Meinung muss ich nach diesem Film allerdings revidieren. Buch: sehr gut / Film: absolutes Meisterwerk
lurchi
24.12.2004 12:33 Uhr
@Maddin: Das hat mit Schwachsinn nicht besonders viel zu tun, schon mehr mit Realität (man bedenke, das Grisham eigentlich ein studierter und erfahrener Jurist ist). *SPOILER* Die Sache mit der Unzurechnungsfähigkeit hat er sich nicht aus den Fingern gezogen, sowas ist in - besonders amerikanischen - Gerichtssälen Alltag.
Maddin
22.12.2004 12:55 Uhr
SPOILER!
Wie unrealistisch ist es denn bitte, dass ein 2facher Mörder(dazu noch in den USA) freigesprochen wird, nur weil er "gerecht" gehandelt hat. Lynchjustiz bleibt Lynchjustiz!
Zusätzlich schießt er noch jemandem das Bein ab, der dafür natürlich vollstes Verständnis hat. So ein Schwachsinn!
lurchi
20.07.2004 14:04 Uhr
Auch wenn teilweise die Brisanz und Dramatik aus dem Roman nicht so gut rüberkommt, kann A Time To Kill überzeugen. Dies vorallem dank den tollen Leistungen von Kevin Spacey, Samuel L. Jackson, Donald Sutherland, Sandra Bullock und Matthew McConaughey, dessen hammermässiges Schlussplädoyer zu Tränen rührt. So ist der Film wegen dem mittelmässigen Drehbuch zwar keine perfekte, aber dennoch würdige Umsetzung des brillianten Romanes von John Grisham geworden.

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