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The Visitor (US 2007)

Ein Sommer in New York - The Visitor (DE 2007)


Genre      Drama
Regie    Thomas McCarthy ... 
Buch    Thomas McCarthy ... 
Darsteller    Richard Jenkins ... Prof. Walter Vale
Haaz Sleiman ... Tarek Khalil
Danai Gurira ... Zainab
Hiam Abbass ... Mouna Khalil
Maggie Moore ... Karen
[noch 5 weitere Einträge]
 
Agent TheRinglord1892
 
Wertungen113
Durchschnitt
6.88 
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DVD-Erscheinungstermin:
19.08.2010

Start in den deutschen Kinos:
14.01.2010



6 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

ZordanBodiak
07.02.2010 11:21 Uhr / Wertung: 8 - Letzte Änderung: 07.02.2010 um 11:22
Schade, dass "The visitor" etwas Abseits läuft. Hätte der Film eine etwas größere Lobby gehabt, hätte sich Sean Penn im letzten Jahr bei der Oscar-Verleihung warm anziehen müssen. Richard Jenkins offenbart eine famos-zurückhaltende Leistung, die aus dieser kleinen Filmperle heraussticht. Sicherlich werden ADHS-geplagte Kinogänger mit diesem Film nichts anfangen können. Wer sich aber auf Einstellungen, die länger als fünf Sekunden gehalten werden, einlassen kann und sich zudem nicht von einer Hauptfigur, die gefühlt doppelt so alt als man selbst ist, abschrecken lässt, kann man beruhigt auf den "Visitor" zurückgreifen. Ruhig, aber nicht langweilig, entfaltet Thomas McCarthy die Freundschaft der illegalen Einwanderer mit dem alternden Professor. Er schmiert Balsam auf die vereinsamte Seele, kippt langsam in angemessene, dramatische Regionen und untermalt das Ganze mit einer wunderschön dezenten Score.
Caenalor
31.01.2010 11:45 Uhr / Wertung: 8
Ja, ich mag 3sat und Arte, und ja, ich mochte diesen Film. Aber ich bin der Ansicht, dass auch andere sich darauf einlassen können, so ruhig und ernst war er nämlich gar nicht, sondern oft geradezu lebendig-beschwingt.

Denn "The Visitor" ist gar nicht mal primär ernst-betroffenes Einwanderungs-Drama, sondern in erster Linie eine perfekt getroffene Studie des gelangweilten Akademikers Walter Vale, den Richard Jenkins in der Hauptrolle einfach grandios spielt. Jetzt verstehe ich endlich auch, wie es dieser ansonsten völlig unbekannte Film letztes Jahr zu einer Oscarnominierung brachte. Wie der "Visitor", seine Lebensfreude und seine Musik Vale zu neuem Leben erwecken, ist aber nicht nur vom Hauptdarsteller, sondern auch von erstklassiger Regie- und Kameraarbeit klasse eingefangen.

Als dann das US-System unerbittlich zuschlägt, wird der Film selbstverständlich ernster, bringt in den zwischenmenschlichen Momenten aber nachwievor auch positive Töne ein. Und nie kippt er in Betroffenheitskitsch ab, bleibt stets glaubhaft bei seinen Charakteren.

Vorwerfen kann man der Produktion aber, dass ein wenig zu naiv an die Thematik herangegangen wird. Natürlich ist es schön und wichtig, Einwanderer mal nicht als asozialen Pöbel präsentiert zu bekommen, absolut perfekte Gutmenschen hätten es dann aber auch nicht gleich sein müssen. Und das System wird zu Recht und effektiv angeklagt, aber eben auch naiv, frontal und ohne Beachtung der Probleme, wegen denen es überhaupt existiert.

Jedoch will man bei einem Film natürlich in erster Linie Charaktere, Bilder und Geschichte sehen, nicht politische Feinheiten, daher reicht es für "The Visitor" definitiv zu 8 Punkten und einer klaren Empfehlung.
sammy
09.01.2010 11:50 Uhr
"spasshaber" trifft meine Meinung eigentlich ganz gut. Ich mag ruhige Filme, die eine ergreifende Geschichte erzählen. Aber hier fehlte einfach etwas. Die Geschichte war einen Tick ZU ruhig. Der Film plätscherte so vor sich und es passiert insgesamt zu wenig. Ich erlag zwar nicht der Gefahr einzuschlafen, aber wirklich mitreissen konnte mich der Film leider nicht. 6 Punkte.
Kofineas
07.01.2010 09:02 Uhr
Dieser film ist wohl eher etwas für Liebhaber des ernsten Dramas. Ich als sneak-gänger fühlte mich eher gelangweilt, liegt aber vermutlich nichtmal am Film selbst, sondern eher am Genre. Die Reihen in der sneak leerten sich sehr schnell. Ich hingegen wollten dem Film eine Chance geben, die Thematik der illegalen Einwanderung war mir zu lasch behandelt, nur die Szenen mit der trommelei fand ich sehr gut. Den Rest hätte ich persönlich gerne versäumen können
spasshaber
07.01.2010 02:29 Uhr
Deine Lieblingssender lauten 3sat und Arte? Du magst ruhige Filme über ernste Themen mit anschließenden Diskussionen? Dann könnte genau das dein Film sein. Alle anderen, die nicht in diese Zielgruppe gehören, können beruhigt einen Bogen um diesen Film machen.

Dieser Film lief in der Sneak und wären die Sitze nen Tick bequemer gewesen, dann hätte man schön einschlafen können. Der Film konnte seinen Teil dazu beitragen.

Der Film ist für mich einen Tick zu ruhig geraten und die Hauptcharaktere einfach zu langweilig. Wenn ich ins Kino gehe, dann möchte ich unterhalten werden. Dazu muss es nicht die ganze Zeit das große Actionspektakel sein oder aber die großen Schockmomente, nein, es darf auch gerne mal ruhiger sein, aber so ruhig dann doch nicht.
KeyzerSoze
18.02.2009 15:00 Uhr / Wertung: 8 - Letzte Änderung: 18.02.2009 um 15:00
Thomas McCarthy sollte man definitiv im Auge behalten, denn nach The Station Agent schuf er mit seinem oscarnominierten The Visitor erneut einen Film der mich beeindrucken konnte. Wie in dem zuvor gesehenen Frozen River handelt es sich um eine Immigrantengeschichte, die jedoch dieses Mal von einer ganz anderen Seite beleuchtet wird. Hier freundet sich ein älterer, einsamer Amerikaner mit einem einem illegal in Amerika lebenden Pärchen an und muss miterleben wie deren Deportation kurz bevor steht. Dieses Szenario wird von McCarthys eindrucksvoller, ruhiger Inszenierung eingefangen, die zuerst noch als ein großartiges Feel-Good-Movie beginnt und dann von Minute zu Minute immer ergreifender und dramtischer wird. Dabei verlässt er sich auf seinen eigenen Stil, seinen großartigen Hauptdarsteller und lässt es sich auch nicht nehmen den Film mutig und alles andere als hollywoodtypisch enden zu lassen. Definitiv ein Geheimtipp für alle Freunde des ruhigen Filmes und diejenigen die wie ich von The Station Agent schon so beeindruckt waren.

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